Eine Woche in Hurghada: So lassen sich Strandurlaub und Ausflüge gut verbinden

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Motiv: Rotes Meer bei Hurghada mit Strand und Ausflugsboot
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Alt-Text: Rotes Meer bei Hurghada mit Strand und Ausflugsboot

Sieben Tage Hurghada können erstaunlich schnell vergehen. Ein paar Stunden am Strand, ein langer Abend am Meer, vielleicht noch ein Schnorchelausflug – und schon steht der Abreisetag vor der Tür. Wer zum ersten Mal in Ägypten ist, möchte allerdings häufig mehr sehen als das Hotel und den Strand vor der Tür. Die Pyramiden, Luxor, die Wüste und das Rote Meer liegen schliesslich nicht gerade zufällig vor der Nase.

Die gute Nachricht: Eine Woche reicht durchaus für eine interessante Mischung aus Erholung und Ausflügen. Die weniger gute: Sie reicht nicht für alles. Wer Kairo, Luxor, eine Wüstensafari, einen Bootstag und am besten noch mehrere historische Sehenswürdigkeiten in sieben Tage packt, verbringt irgendwann einen beträchtlichen Teil des Urlaubs damit, früh aufzustehen, im Fahrzeug zu sitzen und sich zu fragen, wann eigentlich der nächste freie Nachmittag vorgesehen war.

Wir empfehlen deshalb keinen festen Stundenplan, sondern eine sinnvolle Mischung. Ein oder zwei grössere Ausflüge, ein Tag auf dem Roten Meer und dazwischen genügend Zeit zum Erholen ergeben für viele Reisende die angenehmere Woche.

Tag 1: Ankommen und erst einmal nichts vornehmen

Der erste Tag gehört dem Ankommen. Nach Flug, Transfer und Check-in muss nicht sofort noch eine Sehenswürdigkeit auf dem Programm stehen. Das Hotel kennenlernen, etwas essen, den Strand sehen und vielleicht bereits einmal ins Rote Meer springen – mehr ist für den Anfang nicht nötig.

Gerade wer später einen langen Ausflug nach Kairo oder Luxor plant, wird diesen ruhigen Start zu schätzen wissen. Ägypten läuft nicht weg.

Tag 2: Das Rote Meer kennenlernen

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Motiv: Schnorcheln über einem Korallenriff oder Bootsausflug
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Alt-Text: Schnorcheln im Roten Meer vor Hurghada

Für den ersten Ausflug bietet sich das Meer selbst an. Vor Hurghada liegen Korallenriffe und Inseln, die sich bei einem Schnorchel- oder Bootsausflug erkunden lassen. Dafür muss man weder Taucher sein noch besonders abenteuerlustig. Ein Schnorcheltrip mit ausreichend Zeit im Wasser kann bereits einen sehr guten Eindruck von der Unterwasserwelt vermitteln.

Wer lieber schwimmt, auf einer Sandbank liegt oder einfach einen Tag auf dem Wasser verbringen möchte, findet ebenfalls passende Touren. Wir würden dabei nicht unbedingt die Route mit den meisten Stopps wählen. Gerade beim Bootsausflug ist es angenehmer, an zwei guten Stellen ausreichend Zeit zu haben, als fünfmal von Bord zu gehen, Maske aufzusetzen, Foto zu machen und wieder einzusteigen.

Wer besonders gern Meeresschildkröten beobachtet, sollte sich auch die Region um Marsa Alam ansehen. Mehr dazu steht in unserem Beitrag über [Schnorcheln mit Meeresschildkröten] – LINKVORSCHLAG: entsprechender Famco-Artikel.

Tag 3: Luxor oder Kairo?

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Motiv: Karnak-Tempel oder Tal der Könige
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Alt-Text: Karnak-Tempel in Luxor bei einem Ausflug ab Hurghada

Jetzt wird es ernst mit der Kultur. Wer zum ersten Mal in Ägypten ist und sich für die pharaonische Geschichte interessiert, kann einen Tag in Luxor einplanen. Karnak, das Tal der Könige und die weiteren Tempelanlagen am Nil vermitteln einen Eindruck davon, wie dicht die Region mit Geschichte besetzt ist.

Luxor ist allerdings ein langer Ausflug. Früh aufstehen gehört dazu, ebenso mehrere Stunden Fahrt. Das sollte bei der Planung nicht verschwiegen werden. Dafür erlebt man einen Tag, der sich deutlich von einem Badeurlaub unterscheidet.

LINKVORSCHLAG: ausführlicher [Luxor-Artikel] – eigener Famco-Artikel.

Wer stattdessen unbedingt die Pyramiden sehen möchte, sollte Kairo wählen. Für einen ersten Besuch ist eine Kombination aus Pyramiden, Sphinx und Grand Egyptian Museum besonders sinnvoll. Die beiden Hauptziele liegen nahe beieinander und lassen sich deshalb besser miteinander verbinden, als man angesichts der Grösse Kairos vielleicht vermuten würde.

Mehr über die Planung eines solchen Tages steht im Beitrag [Kairo-Ausflug ab Hurghada: Was kann man an einem Tag sehen?] – LINKVORSCHLAG: eigener Famco-Artikel.

Kairo oder Luxor ist dabei weniger eine Frage von „besser“ oder „schlechter“. Kairo bietet die berühmtesten Wahrzeichen Ägyptens und eine riesige moderne Metropole, Luxor dagegen eine aussergewöhnliche Dichte an Tempeln und Gräbern. Wer möglichst tief in die Welt der Pharaonen eintauchen möchte, ist in Luxor besser aufgehoben; wer zum ersten Mal die Pyramiden sehen möchte, wird Kairo vermutlich nicht auslassen wollen.

Tag 4: Erholung ist auch ein Programmpunkt

Nach Kairo oder Luxor sollte kein schlechtes Gewissen aufkommen, wenn am nächsten Tag der Wecker nicht klingelt.

Ein freier Tag am Strand, am Pool oder einfach im Schatten ist keine verlorene Urlaubszeit. Gerade die langen Ausflüge beginnen früh und hinterlassen genügend Eindrücke, die sich erst einmal setzen dürfen. Wer jeden Tag einen Ausflug an den nächsten reiht, sieht am Ende zwar sehr viel, erinnert sich aber womöglich vor allem daran, wann der Bus abgefahren ist.

Ein solcher Tag ist ausserdem die beste Gelegenheit, einfach einmal Hurghada selbst kennenzulernen.

Tag 5: Wüste statt Wasser

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Motiv: Jeep oder Quad in der Wüste hinter Hurghada, möglichst spätnachmittags
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Alt-Text: Wüstensafari bei Hurghada am späten Nachmittag

Die Wüste beginnt unmittelbar hinter der Küste und bildet damit einen erstaunlichen Kontrast zum Roten Meer. Nach dem Frühstück am Meer kann man am selben Tag in einer Landschaft unterwegs sein, die kaum trockener und karger sein könnte.

Je nach Ausflug geht es mit Jeep oder Quad durch die Wüste, teilweise kommen ein Besuch bei einer Beduinengemeinschaft oder ein Abendessen hinzu. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, ob eher die Landschaft, die Fahrt oder die Begegnung mit der lokalen Kultur im Mittelpunkt stehen soll.

Besonders schön ist die Wüste am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und die zunächst ziemlich gleichförmige Landschaft plötzlich verschiedene Beige-, Grau- und Rottöne zeigt. Für eine Wüstensafari ist das nicht nur fotografisch interessant; auch die Temperaturen sind angenehmer als in der Mittagshitze.

LINKVORSCHLAG: Famco-Kategorie [Wüstensafaris] oder passender redaktioneller Artikel.

Tag 6: Ein Tag für die eigene Interessenliste

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Motiv: Historische Altstadt von El Quseir oder Hurghada-Stadtleben
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Alt-Text: Historische Altstadt von El Quseir am Roten Meer

Am sechsten Tag darf die Woche ruhig etwas individueller werden. Wer bisher nur die klassischen Ziele gesehen hat, kann einen ruhigeren Ausflug nach El Quseir unternehmen. Die historische Hafenstadt südlich von Hurghada erzählt von einer ganz anderen Seite der Küste und lässt sich deutlich entspannter erkunden als Kairo oder Luxor.

LINKVORSCHLAG: [El Quseir: Ägypten abseits der Klassiker] – eigener Famco-Artikel.

Wer lieber noch einmal aufs Wasser möchte, kann einen zweiten Bootstag einlegen. Und wer bereits genug Programm hatte, darf einfach am Strand bleiben. Das ist kein Scheitern des Reiseplans, sondern vermutlich ein Zeichen dafür, dass er funktioniert.

Wer Ägypten bereits mehrfach besucht hat, kann diesen Tag auch für einen weniger bekannten Ausflug nutzen. Das [Kloster St. Paul] – LINKVORSCHLAG: Artikel über St. Paul/St. Antonius – oder die Landschaft des Wadi El Gemal sind beispielsweise interessante Alternativen zu den klassischen Sehenswürdigkeiten.

Tag 7: Hurghada und Abreise

Der letzte Tag sollte möglichst nicht mehr mit einem grossen Ausflug beginnen. Je nach Abflugzeit bleibt Zeit für einen letzten Spaziergang, einen Kaffee, ein wenig Shopping oder einfach für einen letzten Blick auf das Rote Meer.

Hurghada selbst muss dabei nicht vollständig „besichtigt“ werden. Wer etwas Stadtleben kennenlernen möchte, kann die Altstadt, lokale Geschäfte oder einen Markt besuchen. Viel mehr muss es an einem Abreisetag nicht sein. Kofferpacken ist schliesslich bereits eine Aktivität.

Eine Woche Hurghada muss kein Stundenplan sein

Der Wochenplan ist natürlich nur ein Beispiel. Wer unbedingt nach Kairo möchte, kann den Kairo-Tag an die Stelle von Luxor setzen. Wer sich besonders für die Geschichte Ägyptens interessiert, kann beide Ausflüge einplanen und dafür auf einen weiteren Programmpunkt verzichten. Wer vor allem Erholung sucht, kommt vielleicht mit einem Bootsausflug und einer Wüstensafari vollkommen aus.

Entscheidend ist die Dosierung. Kairo und Luxor sind lange Tage, ein Bootsausflug ist körperlich deutlich weniger fordernd, und ein freier Strandtag kostet weder Zeit noch Geld für einen Transfer. Genau diese Unterschiede sollte man bei der Planung berücksichtigen.

Für eine Woche würden wir deshalb eher zwei grössere Ausflüge und einen weiteren, kürzeren oder entspannteren Ausflug empfehlen als jeden zweiten Tag eine lange Reise. So bleibt genügend Zeit für das Rote Meer und für die eigentliche Erholung.

Und wenn sieben Tage nicht reichen?

Dann liegt das wahrscheinlich weniger an Hurghada als an der Liste der Dinge, die noch auf der Wunschliste stehen.

Wer Kairo, Luxor, das Rote Meer, die Wüste und einige weniger bekannte Orte kennenlernen möchte, kann ohne Weiteres zwei Wochen in der Region verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. Für eine Woche genügt dagegen eine Auswahl. Die Pyramiden müssen nicht am selben Tag mit Sakkara, Memphis, Zitadelle und Khan el-Khalili konkurrieren; Luxor muss nicht mit einer Wüstensafari kombiniert werden; und nach einem langen Ausflug darf ein Tag am Meer auch einfach nur ein Tag am Meer sein.

Gerade das ist der Vorteil eines Aufenthalts in Hurghada: Die verschiedenen Erlebnisse lassen sich miteinander verbinden, ohne dass aus der gesamten Reise eine einzige Besichtigungstour werden muss.

Unser Fazit: Lieber gut auswählen als alles sehen

Eine Woche Hurghada kann überraschend abwechslungsreich sein. Ein Tag am Roten Meer, ein grosser Kulturausflug nach Kairo oder Luxor, eine Wüstensafari und ein weiterer Ausflug nach persönlichem Interesse ergeben bereits eine Reise, die weit über den klassischen Badeurlaub hinausgeht.

Wir würden dabei immer etwas Luft im Kalender lassen. Ägypten ist kein Land, das man in sieben Tagen vollständig kennenlernen kann – und das ist vielleicht ganz gut so. Wer am Ende einer Woche das Gefühl hat, noch zwei oder drei Dinge offen zu haben, hat immerhin einen guten Grund, wiederzukommen. Denn einen gelungenen Reiseplan erkennt man nicht daran, dass kein freier Nachmittag mehr übrig ist.