Familienurlaub in Hurghada: Welche Ausflüge lohnen sich mit Kindern?

Familienurlaub in Hurghada: Welche Ausflüge lohnen sich mit Kindern?
Bild 1 – Hero-Bild
Motiv: Familie beim Schnorcheln oder auf einem Boot auf dem Roten Meer
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Alt-Text: Familie beim Schnorcheln im Roten Meer vor Hurghada
Hurghada ist für Familien vor allem deshalb interessant, weil zwischen Hotel und Strand erstaunlich viel möglich ist. Vor der Küste liegen Korallenriffe und Inseln, hinter der Stadt beginnt die Wüste und wer sich für das alte Ägypten interessiert, kann sogar für einen Tag nach Luxor oder Kairo fahren. Die Auswahl ist also gross – vielleicht sogar ein wenig zu gross, wenn man versucht, alles in eine einzige Urlaubswoche zu packen.
Denn ein Ausflug, der für Erwachsene wunderbar klingt, kann mit einem vierjährigen Kind plötzlich ganz anders aussehen. Ein ganzer Tag auf dem Meer ist für manche Kinder ein Abenteuer, für andere nach zwei Stunden vor allem eines: lang. Bei einem Familienurlaub kommt es deshalb weniger darauf an, möglichst viel zu sehen, als die Ausflüge auszuwählen, die tatsächlich zur Familie passen.
Das Rote Meer: Der unkomplizierteste Ausflug
Bild 2 – Schnorcheln
Motiv: Familie oder Kinder beim Schnorcheln über einem flachen Korallenriff
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Alt-Text: Familie beim Schnorcheln im Roten Meer bei Hurghada
Für viele Familien ist das Rote Meer der beste Einstieg in die Ausflugswelt von Hurghada. Man muss keine lange Strecke zurücklegen, und bereits beim Schnorcheln in geeigneten Bereichen zeigt sich eine Unterwasserwelt, die für Kinder oft spannender ist als jede noch so sorgfältig erklärte Sehenswürdigkeit an Land. Bunte Fische, Korallen und mit etwas Glück auch grössere Meerestiere sorgen dafür, dass selbst Kinder, die normalerweise nicht besonders ausdauernd besichtigen möchten, plötzlich erstaunlich lange im Wasser bleiben.
Bei kleineren Kindern sollte allerdings nicht nur die Wassertiefe betrachtet werden. Schwimmkenntnisse, Strömung, Wellengang und die Qualität der Ausrüstung sind mindestens ebenso wichtig. Ein Kind muss nicht stundenlang schnorcheln, damit sich der Ausflug lohnt. Zwanzig Minuten im Wasser und danach vom Boot aus Fische beobachten können schon völlig reichen.
Wer noch nicht schwimmen oder schnorcheln kann, ist mit einem Glasbodenboot gut aufgehoben. So lässt sich das Rote Meer kennenlernen, ohne dass aus dem Familienausflug unfreiwillig ein Schwimmkurs wird.
Orange Bay oder Paradise Island?
Bild 3 – Insel
Motiv: Sandstrand und türkisfarbenes Wasser auf einer Insel vor Hurghada
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Alt-Text: Familie auf einer Insel vor Hurghada am Roten Meer
Orange Bay und Paradise Island gehören zu den bekanntesten Inselzielen vor Hurghada. Beide verbinden die Bootsfahrt mit Zeit zum Baden, Schwimmen und Entspannen und sind damit eine gute Möglichkeit für Familien, die einen Tag auf dem Wasser verbringen möchten, ohne dass das Schnorcheln die Hauptrolle spielen muss.
Welches Ziel besser passt, hängt allerdings weniger vom Namen der Insel als vom konkreten Ausflugsprogramm ab. Manche Touren verbringen viel Zeit auf dem Boot und legen mehrere Schnorchelstopps ein, andere setzen stärker auf den Aufenthalt an der Insel. Für kleinere Kinder kann die zweite Variante angenehmer sein; ältere Kinder betrachten die zusätzlichen Schnorchelstopps dagegen meist eher als Bonus.
Vor der Buchung lohnt deshalb ein Blick auf die Details: Wie lange dauert die Fahrt? Wie viele Stopps gibt es? Wie viel Zeit bleibt tatsächlich am Strand? Und gibt es an Bord Schatten? Das sind keine besonders aufregenden Fragen, können aber darüber entscheiden, ob aus dem Ausflug ein schöner Familientag oder ein ziemlich langer Tag auf einem Boot wird.
Delfine beobachten: lieber ohne Garantie
Bild 4 – Delfinbeobachtung
Motiv: Delfin im offenen Meer, möglichst mit deutlichem Abstand zum Boot
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Alt-Text: Delfin im Roten Meer vor Hurghada
Dolphin House klingt für Kinder natürlich nach einem ziemlich guten Ausflugsziel. Die Möglichkeit, Delfine in freier Natur zu beobachten, ist tatsächlich etwas Besonderes. Nur sollte niemand mit der Erwartung losfahren, dass die Tiere dort bereits auf das Ausflugsboot warten.
Delfine sind wild lebende Tiere und nicht Teil eines festen Programmpunkts. Ob sie auftauchen, wie lange sie bleiben und wie nah sie einem Boot kommen, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Ein guter Ausflug sollte deshalb auch dann noch interessant sein, wenn die Delfine an diesem Tag andere Pläne haben.
Noch wichtiger ist der Umgang mit den Tieren. Sie sollten nicht verfolgt, eingekreist oder zum Schwimmen mit Menschen gedrängt werden. Wenn ein Delfin freiwillig in der Nähe des Bootes auftaucht, ist das bereits ein ziemlich aussergewöhnlicher Moment. Mehr muss man daraus nicht machen.
Die Wüste: Abwechslung zum Strand
Bild 5 – Wüstensafari
Motiv: Jeep in der Wüste bei Hurghada, möglichst im warmen Abendlicht
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Alt-Text: Jeep bei einer Wüstensafari nahe Hurghada
Wer ein paar Tage am Roten Meer verbracht hat, freut sich manchmal über einen Landschaftswechsel. Hinter Hurghada beginnt die östliche Wüste, und eine Wüstensafari zeigt eine Seite Ägyptens, die mit dem Strandurlaub wenig gemeinsam hat. Je nach Tour geht es mit dem Jeep durch die Wüstenlandschaft, zu einer Beduinengemeinschaft oder zum Sonnenuntergang.
Für Familien mit kleineren Kindern würden wir eine eher kurze Tour mit überschaubaren Fahrzeiten bevorzugen. Gerade die Jeepfahrten können auf unbefestigten Pisten anstrengend werden, und ein Kind, das nach zwei Stunden nur noch wissen möchte, wann endlich wieder Asphalt unter den Rädern ist, hat von der Wüstenromantik verständlicherweise wenig.
Quadfahren ist eher für ältere Kinder und Jugendliche interessant und sollte nur gewählt werden, wenn Alter und Sicherheitsvorgaben der jeweiligen Tour dazu passen. Mehr über die verschiedenen Möglichkeiten und die Unterschiede zwischen den Touren steht in unserem Beitrag 🟨 Wüstensafaris in Ägypten.
Luxor: Wenn Geschichte wirklich interessiert
Bild 6 – Karnak
Motiv: Karnak-Tempel oder Säulenhalle
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Alt-Text: Karnak-Tempel in Luxor bei einem Familienausflug ab Hurghada
Luxor ist etwas für Familien, die einen langen Tag nicht scheuen und bei denen Geschichte mehr ist als ein Schulfach, das möglichst schnell wieder vergessen werden soll. Die Fahrt von Hurghada ist lang, dafür warten auf der anderen Seite des Landes das Tal der Könige, der Tempel der Hatschepsut, die Memnonkolosse und Karnak.
Für ältere Kinder kann das überraschend gut funktionieren. Ein Grab, dessen Wandmalereien seit Jahrtausenden erhalten sind, ist schliesslich etwas anderes als eine Abbildung im Geschichtsbuch. Bei kleinen Kindern sieht die Rechnung dagegen anders aus: sehr frühes Aufstehen, mehrere Stunden Fahrt und ein langer Besichtigungstag sind nicht unbedingt die beste Kombination für einen entspannten Familienurlaub.
Wer Luxor in Angriff nimmt, sollte den Tag deshalb nicht mit möglichst vielen Sehenswürdigkeiten überladen. Ein paar gut ausgewählte Stationen sind sinnvoller als eine historische Schnitzeljagd, bei der am Ende niemand mehr weiss, was eigentlich besonders beeindruckend war. Wie sich die wichtigsten Stationen sinnvoll miteinander verbinden lassen, erklären wir im Beitrag 🟨 Luxor-Ausflug ab Hurghada: Was sollte man wissen?
Kairo und die Pyramiden: grossartig, aber anstrengend
Bild 7 – Pyramiden
Motiv: Pyramiden von Gizeh und Sphinx
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Alt-Text: Pyramiden von Gizeh bei einem Familienausflug ab Hurghada
Die Pyramiden von Gizeh stehen bei vielen Familien ganz oben auf der Wunschliste. Verständlich. Auch Kinder können von der schieren Grösse der Bauwerke beeindruckt sein, und spätestens vor der Sphinx wird aus einem Kapitel im Schulbuch eine ziemlich reale Angelegenheit.
Allerdings ist Kairo von Hurghada aus kein kleiner Ausflug. Der Tag beginnt sehr früh, die Fahrt nimmt einen erheblichen Teil des Tages ein und auch vor Ort gibt es viel zu sehen. Deshalb sollte man sich auf die wichtigsten Stationen konzentrieren. Für einen ersten Besuch ist die Kombination aus Pyramiden, Sphinx und Grand Egyptian Museum sinnvoller als der Versuch, zusätzlich noch halb Kairo mitzunehmen.
Auch die Reihenfolge spielt eine Rolle. Die Pyramiden liegen unter freiem Himmel und profitieren von einem frühen Besuch, während das Museum später am Tag einen geschützteren Programmpunkt bietet. Einen ausführlichen Überblick über den Tagesablauf gibt es in 🟨 Kairo-Ausflug ab Hurghada: Was kann man an einem Tag sehen?
Hurghada selbst darf auf dem Programm bleiben
Bild 8 – Hurghada
Motiv: Marina oder lebendige Strassenszene in Sakkala oder El Dahar
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Alt-Text: Hurghada Marina am Abend
Bei all den grossen Ausflugszielen gerät leicht in Vergessenheit, dass auch Hurghada selbst etwas zu bieten hat. Ein Abend an der Marina, ein Spaziergang durch Sakkala oder ein Besuch in El Dahar bringen Abwechslung in den Hotelalltag, ohne dass dafür ein ganzer Urlaubstag geopfert werden muss.
Gerade mit kleineren Kindern kann das angenehm sein. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es vielleicht erst an den Strand, später für ein paar Stunden in die Stadt und am Abend wieder zurück ins Hotel. Das ist zwar kein spektakulärer Ausflug, aber ein ziemlich guter Urlaubstag.
Welche Ausflüge passen zu welchem Alter?
Bei Familien sollte das Alter der Kinder nicht das einzige Kriterium sein. Es ist aber ein ziemlich guter Ausgangspunkt. Mit kleinen Kindern sind kurze Bootsausflüge, Glasbodenboote, Inselaufenthalte und Strandtage meist unkomplizierter als lange Kulturtouren. Auch eine kurze Wüstensafari kann funktionieren, wenn die Fahrzeiten überschaubar bleiben.
Mit Schulkindern wird die Auswahl grösser. Schnorcheln, Inseln, Delfinbeobachtung und Wüstensafaris können ebenso interessant sein wie ein längerer Ausflug nach Luxor. Kairo ist ebenfalls möglich, sollte aber davon abhängig gemacht werden, wie gut die Kinder lange Fahrten und einen vollen Besichtigungstag verkraften.
Jugendliche können meist auch anspruchsvollere Touren gut bewältigen. Je nach Alter und Erfahrung kommen Tauchen, längere Schnorchelausflüge oder Quadfahren hinzu. Natürlich ist das nur eine Orientierung: Ein sportliches achtjähriges Kind, das sicher schwimmt, kann bei einem Schnorchelausflug wesentlich besser zurechtkommen als ein zwölfjähriger Nichtschwimmer. Entscheidend sind die tatsächlichen Fähigkeiten und die Tagesform – nicht nur das Geburtsjahr.
Wie viele Ausflüge sind in einer Woche sinnvoll?
Eine Woche Hurghada muss nicht aussehen wie ein Stundenplan. Zwei oder drei Ausflüge reichen in der Regel vollkommen. Ein Tag auf dem Roten Meer, eine Wüstensafari und – je nach Alter und Interessen – Luxor oder Kairo ergeben bereits eine abwechslungsreiche Woche.
Wer vor allem wegen des Meeres nach Hurghada kommt, kann genauso gut einen der grossen Ausflüge weglassen und dafür mehr Zeit am Strand verbringen. Besonders nach Kairo oder Luxor sollte ein ruhiger Tag eingeplant werden. Nach einem Wecker, der mitten in der Nacht klingelt, mehreren Stunden Fahrt und einem vollen Besichtigungsprogramm ist ein späteres Frühstück am nächsten Morgen keine schlechte Idee. Wie sich Ausflüge und Erholung sinnvoll verbinden lassen, zeigen wir auch in 🟨 Eine Woche in Hurghada: So lassen sich Strandurlaub und Ausflüge verbinden.
Was macht einen guten Familienausflug aus?
Ein guter Familienausflug beginnt nicht unbedingt mit dem spektakulärsten Ziel, sondern mit einem realistischen Blick auf den gesamten Tag. Wie lange dauert die Anfahrt? Gibt es Pausen, Schatten und Toiletten? Wie viel Zeit bleibt tatsächlich am Ziel?
Gerade bei Bootsausflügen lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte. „Schnorchelausflug“ kann eine entspannte Tour mit zwei Stopps bedeuten oder einen ganzen Tag mit ständigem Wechsel zwischen Boot und Wasser. „Wüstensafari“ kann eine gemütliche Jeepfahrt sein oder mehrere Stunden auf dem Quad. Der Name allein sagt erstaunlich wenig.
Auch bei Tierbeobachtungen sollte auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren geachtet werden. Für Kinder ist es ohnehin lehrreicher, eine Meeresschildkröte oder einen Delfin aus angemessener Entfernung zu beobachten, als möglichst nah an ein Tier heranzukommen.
Privater Ausflug oder Gruppentour?
Eine private Tour kann für Familien besonders dann interessant sein, wenn die Kinder noch klein sind oder die Familie einen langen Tag flexibler gestalten möchte. Pausen lassen sich leichter anpassen, und niemand muss sich dafür rechtfertigen, dass ein Kind gerade dringend eine Pause braucht.
Gruppentouren haben dagegen ihren eigenen Vorteil: Sie sind häufig günstiger und können gerade für ältere Kinder und Jugendliche durchaus unterhaltsam sein. Bei einem kurzen Bootsausflug fällt der Unterschied zwischen einer kleinen und einer grösseren Gruppe oft weniger ins Gewicht. Bei einem langen Ausflug nach Kairo oder Luxor kann die zusätzliche Flexibilität einer privaten Tour dagegen deutlich wertvoller sein.
Unser Fazit: Der beste Familienausflug ist nicht unbedingt der spektakulärste
Hurghada bietet Familien fast schon zu viele Möglichkeiten: Schnorcheln und Bootsausflüge auf dem Roten Meer, Inseln wie Orange Bay oder Paradise Island, Delfinbeobachtung, Wüstensafaris und für grössere Kinder die langen Kulturtage in Luxor oder Kairo. Die Kunst besteht deshalb nicht darin, möglichst viel davon unterzubringen, sondern das Programm an Alter, Interessen und Ausdauer der Familie anzupassen. Wer zwischen den Ausflügen genügend Zeit für Strand, Pool und Nichtstun lässt, wird wahrscheinlich nicht weniger erleben, sondern deutlich mehr davon haben – und genau das ist bei einem Familienurlaub in Hurghada keine schlechte Bilanz.
